Warten auf Godot
von Samuel Beckett

Deutsch von Elmar Tophoven
Aufführungsrechte beim S. Fischer Verlag

Eine Inszenierung von David Esrig

mit
Mirkus Hahn - Vladimir
Peter Papakostidis - Estragon
Daniel Christensen - Pozzo
Manfred Antesberger - Lucky
Nikolaos Boitsos - Bote

 

 

1967 hatte ich die Chance, in Berlin, in einem kleinen Biergarten, irgendwo in der Nähe des Schiller-Theaters, stundenlang mit Beckett über “Warten auf Godot” zu reden, das ich gerade in Bukarest probte. So gut ich konnte, spielte ich ihm ganze Szenen vor und er lachte manchmal, wie ich noch niemanden lachen hörte. Frei, “total”, wie ein Kind. Ein glückliches. Gewiss, ich konnte ihm kein Geständnis bezüglich der Deutung irgend eines der Symbole des Stückes entlocken. Es war auch nicht nötig. Die Freiheit, die er mir ließ, war so ermutigend, und der Geist seines Zuhörens, seiner Fragen, Bemerkungen war so echt, so wild lebendig unter der filigranartigen Feinheit seiner Äußerungen, seines Verhaltens, dass es mich in jenen Rausch, jenen Enthusiasmus versetzte, die allein glühende Motivation erwecken könnte. Er sagte mir, er würde gerne zur Premiere kommen. Ich solle ihm schreiben. Kurz darauf wurde mir die Aufführung verboten. Es gab also keine Premiere und kein Wiedersehen mehr.

Heute bietet sich mir die Möglichkeit, mit fünf jungen Schauspielern, Absolventen meiner Schauspielakademie, den alten Traum zu erfüllen: unseren brutalen, irrsinnig komischen und tragischen Godot auf die Bühne zu bringen, mitten in einer Welt, die eine solche ätzende Ernüchterung dringend braucht.

David Esrig

 

 

 

Wir müssen erst wieder nach dem rufen, der unserem Dasein einen Schrecken einzujagen vermag.

Heidegger

 

Projekt

WARTEN AUF GODOT von SAMUEL BECKETT